Die PFL – Amerikas neue Profiliga

Im kommenden Jahr wird in Amerika die Professional-Futsal-League (kurz PFL) starten, wodurch der Futsal auch in den USA eine neue Ebene erreicht. Der Hauptinitiator ist Mark Cuban, Selfmade-Milliardär und Besitzer des Basketballclubs Dallas Mavericks, bei welchem auch der Deutsche Dirk Nowitzki unter Vertrag steht. Cuban sieht den richtigen Moment für eine nationale Liga gekommen: „Futsal ist eine der am schnellsten wachsenden Sportarten in der Welt und es ist Zeit, diese auf dem amerikanischen Markt bekannter zu machen. Wir sind bereit, die größten Marken und die weltbesten Spieler für unsere wachsende Fangemeinde einzuführen und ich bin darüber begeistert, ein Teil der PFL zu sein.“ Als Unterstützung stehen ihm Michael Hitchcock (FC Dallas, MLS), Donnie Nelson (NBA-Funktionär), Keith Tozer (Futsal, USA) und Bryan Dick (Amerikanischer Unternehmer) tatkräftig zur Seite.

Die Struktur der neuen Liga ist den anderen Profi-Sportligen Amerikas nachempfunden und besteht aus Divisionen, deren Gesamtsieger in einer KO-Endrunde ausgespielt wird. Um die Spiele für den amerikanischen Zuschauer attraktiver zu machen, wird die Spielzeit derjenigen von Basketballspielen nachempfunden und 4 x 15 Minuten betragen. Eine hohe Spielqualität im Starterjahr wird durch die Verpflichtung ausländischer Profispieler gewährleistet. Diese sollen dann im Laufe der ersten Jahre durch eigene Nachwuchsspieler ersetzt werden. In den USA wird Futsal gerne als eine Mischung aus dem Fussball der MLS und dem Basketball der NBA beschrieben, da die Anzahl der Spieler, die Größe des Spielfelds und in ähnlicher Form auch das Regelwerk beim Foulspiel für Basketball und Futsal übereinstimmen.

In der PFL werden die Starterplätze, wie in allen amerikanischen Profiligen, in einem Franchiseverfahren an einzelne Clubbesitzer vergeben. Laut Brand Townsend von „dallasnews“ werden die in den USA sehr bekannte Buzz-Family eine Mannschaft in Los Angeles und der FC Barcelona ein Team in New York übernehmen. Möglicherweise werden Vereine wie Atletico Madrid aus Spanien, Buenos Aires aus Argentinien und Corinthians aus Brasilien ebenfalls ein Team übernehmen. Ein festgelegter „salary cap“(eine festgelegte Gehaltsobergrenze für die Summe aller Spielergehälter eines Teams) und ein geregeltes Auswahlverfahren für Nachwuchsspieler bietet eine faire und ausgeglichene Ausgangslage für alle Mannschaften.

Bis zum „kick-off“ der Exhibition Games 2017 werden alle Teams festgelegt und ein endgültiger Spielmodus bestimmt. Die prominente Unterstützung, die seriöse und umfassende Vorbereitung und die vielversprechenden Aussagen der Verantwortlichen versprechen aber schon heute eine Menge Spannung.

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